Studieren in Frankreich

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LMD und ETCS-System

Durch die LMD-Reform und die Einführung des ECTS-System lässt sich das Studienangebot europaweit vergleichen. Das System erleichtert die Mobilität und die akademische Anerkennung, die Reform einen übersichtlichen Grundbau des Studiums.

Licence Licence Bachelor -Master-Doctorat (LMD)

Die Europäische Union hat seit Mitte der 90er Jahre im Rahmen des sogenannten "Bologna-Prozesses" die Weichen dafür gestellt, dass die Studienstrukturen der Länder innerhalb Europas und damit auch weltweit besser vergleichbar werden. Im Zentrum der Reform steht die Einführung einer zweistufigen Struktur der Studiengänge, gekoppelt an die Vergabe von Leistungspunkten. Die europäischen Länder haben sich darauf verständigt, dass die Strukturreformen als eigenständiger Prozess mit eigener europäischer Profilgebung stattfinden, gleichzeitig soll das neue System aber international kompatibel sein. Das System besteht im Kern in der Gestaltung zweier unterschiedlicher Studienstufen - Bachelor und Master - und daneben in der Bemessung der Lernleistungen von Studierenden (Leistungspunkte), in dem Zuschnitt von Lehrveranstaltungen zu thematischen Blöcken (Modularisierung), in der Internationalisierung des Curriculums, in der neuen Regelung der Genehmigung der Studiengänge (Akkreditierung), und - als übergreifender gesellschaftspolitischer Wunsch formuliert - in der effizienten Anbindung an den Arbeitsmarkt.

Bei einem modularisierten Studienaufbau wird das Studium als ein kohärenter Aufbau von Lerneinheiten verstanden. Jede Lerneinheit (z.B. ein Modul, das sich aus mind. zwei Lehrveranstaltungen sowie Zeiten des Selbststudiums zusammensetzt) wird durch ein Lernziel (zum Beispiel angestrebte Kompetenzen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten) beschrieben.