Die drei wichtigsten Wirtschaftssektoren der Haute-Normandie sind die Petrochemie, sowie die Automobil- und Elektroindustrie. Landwirtschaft, Pharmaindustrie und Tourismus spielen jedoch auch eine wichtige Rolle.
Dementsprechend gestaltet sich das Bildungsangebot:
In der Region gibt es zahlreiche praxisorientierte Studiengänge z.B. 250 verschiedene STS
STS
Sections de Technicien Supérieur: Name der verschiedenen Stduiengänge innerhalb des BTS
von Informatik bis Landwirtschaft. Des Weiteren haben die beiden Universitäten ein breites Angebot an Licences pro und DUT
DUT
Diplôme Universitaire de Technologie: fach- oder berufsorientierter Abschluss an den Instituts Universitaires de Technologie (IUT); Dauer: 2 Jahre; 120 ECTS-Punkte
in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften.
Die Université de Rouen bietet ihren 24 300 Studenten außerdem Bachelorstudiengänge der Biochemie und Molekularbiologie, Medizin, Informatik oder Materialwissenschaften, etc. an. Zudem finden Sie hier auch ein breites Angebot an geisteswissenschaftlichen Studiengängen, sowie die Bereiche Wirtschaft, Recht und Sport.
Ein ähnlich abwechslungsreiches Angebot finden Sie an der Université du Havre, die von ca. 6 500 Studenten besucht wird. Auch wenn die Universität kleiner als die in Rouen ist, hat Le Havre jedoch (ohne Vororte) mehr Einwohner als Rouen, sowie einen Stadtkern der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Aufgrund der regionalen Ausrichtung der Wirtschaft beherrschen in der Haute-Normandie Ingenieursschulen die Bildungslandschaft:
Das ISEL (Institut Supérieur d’Etudes Logistiques) befindet sich in Le Havre und bildet Logistikspezialisten aus.
Ein fächerübergreifendes Ingenieurstudium wird an der ESIGELEC (Ecole Supérieure d’Ingénieurs en Génie Electrique) angeboten. Ab dem 2. Studienjahr stehen 12 Fachrichtungen zur Auswahl, unter anderem Mechatronik, nachhaltige Entwicklung, Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Der Bereich Landwirtschaft wird von ESITPA (Ecole Supérieure d’Ingénieurs et de Techniciens Pour l’Agriculture) abgedeckt.
Verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten finden Sie am INSA (Institut National des Sciences Appliquées) in Rouen, welches unter anderem Chemie, Risikomanagement, Informatik, und Mechanik als Fachrichtungen anbietet.
In der Hafenstadt Le Havre werden Offiziere der Handelsmarine an der ENMM (Ecole Nationale de la Marine Marchande), auch Hydro Le Havre genannt, ausgebildet.
Natürlich gibt es auch einige Hochschulen für andere Bereiche, wie z. B. Architektur an der Ecole Nationale Supérieure d’Architecture de Normandie in der Nähe von Rouen, oder Kunst an der ESAH (Ecole Supérieure d’Art du Havre) oder der ERBA (Ecole Régionale des Beaux-Arts de Rouen).